Unsere Kirche

Ein Ort der Besinnung – aber auch ein Raum für Kultur, Gemeinschaft und frische Ideen

Die Dreifaltigkeitskirche Seboldshausen von außen, Eingangsseite mit Dachreiter
Die Dreifaltigkeitskirche Seboldshausen

Am 9. November 1884 wurde die neugotische Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit eingeweiht. Den Auftrag zur Planung hatte der herzogliche Baumeister Adelbert Siburg erhalten; nach Differenzen mit dem Kapellenvorstand und dem Konsistorium legte er sein Amt als Bauleiter nieder. Kreisbaumeister Scholvin übernahm und führte den Bau zu Ende. Veranschlagt waren gut 18.000 Mark, abgerechnet wurden 19.993,07 Mark.

1887 genehmigte das Konsistorium, einen Stein aus der abgebrochenen alten Kapellengrundmauer an der Außenkante der Apsis einzulassen. Er zeigt ein gleicharmiges Wiederkreuz, ein stark verwittertes Wappenschild und dazwischen die Jahreszahl 1541.

Material und Gestalt

Exakt behauene Muschelkalkquader bestimmen den Eingangstrakt, das Mittelschiff mit dem symmetrisch angeordneten Dachreiter und den niedriger angefügten Chor mit seinem dreiteiligen Ostfenster. Die mit braunen Ziegeln gedeckten Dachflächen fassen Mauerscheiben ein, auf deren Giebelspitzen je ein Kreuz steht.

Innenraum der Dreifaltigkeitskirche mit Holzbalkendecke, Kanzel und Blick zum Altar
Blick nach Osten: Holzbalkendecke, Kanzel, Chorbogen

Innenraum

Im Inneren tragen verzierte Wandkonsolen die Holzbalkendecke. Über dem Chorraum spannt sich ein Gewölbe. Emporenbrüstung und Emporenstützen zeigen eine eigenwillige Aufteilung und Bemalung. Etwa hundert Menschen finden im Schiff Platz, weitere zwanzig auf der Empore.

Quelle: 1001 Jahre Seboldshausen

Fotos: Jürgen Giszas

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